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Saturday, 15 June 2019

Atkins Diät – wie funktioniert die Diät aus den USA?

Atkins Diät






Im Regelfall ist eine Gewichtszunahme weitaus einfacher als die Reduzierung des Körpergewichts. Im Internet findet man zahlreiche Webseiten, die über verschiedene Diäten berichten, die ganz sicher funktionieren. Zahlreiche Bücher wurden geschrieben, die einen sofortigen Erfolg garantieren. Am Ende bleiben jedoch nur die Erkenntnisse, dass Hungerleiden und das Zählen von Kalorien notwendige Übel sind, die bei einer Diät einfach dazugehören.

Wer also schlank werden will, muss leiden – eine Tatsache, die zahlreiche Bücher und Internetseiten belegen. Doch bei der Diät nach Dr. Atkins trifft das nicht zu. Wer den Atkins-Diätplan verfolgt, muss weder Kalorien zählen oder mitunter gar Hungerleiden. Denn einerseits befasst sich die Diät nach Atkins mit der Frage, warum der Mensch übergewichtig wird und andererseits mit der Thematik, wie man das überschüssige Fett wieder loswerden kann. Jeder, der sich also für die Atkins Diät entscheidet, lernt nicht nur, welche Nahrungsmittel er essen soll, sondern auch, warum und weshalb es überhaupt zur rasanten Gewichtszunahme gekommen ist. Denn wer seinen Körper und die Nahrungsaufnahme besser versteht, kann auch dafür sorgen, dass er den Gewichtsverlust tatsächlich fördern und regulieren kann. Doch viele Menschen stellen sich die Frage: Was ist Atkins Diät?

Was ist Atkins Diät?

Jahrelang galten Kalorien als Dickmacher. Heute ist bereits bekannt, dass es nicht die Kalorien sind, sondern die Kohlenhydrate, welche das Hüftgold wachsen lassen. Denn Kohlenhydrate werden Paprika in der Atkins Diätautomatisch als primäre Energiequelle gesehen und sofort in Glukose umgewandelt. Der Körper reagiert auf diese Umwandlung und beginnt mit der Ausschüttung von Insulin. Das Insulin aktiviert in weiterer Folge die Enzyme, welche dafür sorgen, dass Glukose in Fett umgewandelt wird. Zusammengefasst kann behauptet werden, dass der Körper, wenn er zu viel Kohlenhydrate als notwendig bekommt, automatisch den Überschuss in Fett umwandelt und seine Reserven füllt. Das Problem besteht darin, dass der Körper immer nur die „neuen Kohlenhydrate“ zur Energieverwendung nutzt, jedoch bereits gespeicherte Energien, die als Fettreserven zur Verfügung stehen, ruhen lässt. Aus diesem Grund wird im Zuge der Atkins Diät vorwiegend auf Kohlenhydrate verzichtet. Der Körper reagiert auf die Reduzierung und nutzt die vorhandenen Fettreserven als neue Energiequellen. Der Körper verliert somit nicht nur Fett, sondern auch automatisch Gewicht. Mit dieser Methode ist es möglich, dass eine Diät gestartet werden kann, bei welcher weder Kalorien gezählt werden müssen, noch das ständige Hungergefühl eine Rolle spielt.

Wie funktioniert die Atkins Diät

Die Atkins-Diät beruht auf der Tatsache, dass Mahlzeiten konsumiert werden, die einerseits fast keine Kohlenhydrate haben, andererseits jedoch reich an Proteinen und Fette sind. Fette und Proteine sollen bei der Gewichtsreduktion hilfreich sein? Ja.
Die Vorteile der Atkins-Diät liegen auf der Hand. Man muss weder Hunger leiden, noch Kalorien zählen und darf im Endeffekt Käse, Butter, Fleisch oder auch Sahne essen. Pro Woche ist ein Gewichtsverlust zwischen 2 und 4 Kilogramm möglich. Selbst das bekannte Gefühl, etwas Süßes haben zu wollen, kommt nicht auf, weil der Ernährungsplan dafür sorgt, dass der Blutzuckerspiegel stabil bleibt. Wer glaubt, dass er aber durch die Diät bzw. Ernährungsumstellung automatisch auf alle Kohlenhydrate verzichten muss, der irrt. Ein vollständiger Verzicht ist nicht notwendig und wird auch nicht geraten.

Der Grund für das Übergewicht

Übergewichtige Personen leiden an einer gestörten Kohlenhydrat-Verstoffwechselung. Kein Wunder; der durchschnittliche Europäer konsumiert zu 50 Prozent Kohlenhydrate, zu 30 Prozent Proteine und zu 20 Prozent Fett. Nach der Atkins Diät wird die Menge der Kohlenhydrate jedoch deutlich reduziert. Der Mensch konzentriert sich auf Fette und Proteine, welche die neuen Energielieferanten werden. Das hat zwei Effekte: Sättigungsgefühl und Gewichtsverlust.

 Mit dem Ernährungsplan ist es möglich, dass 5, 20 oder auch 50 Kilogramm abgenommen werden können. Auch dann, wenn der Mensch – pro Tag – über 2.000 Kalorien zu sich nimmt. Der Mensch kann also Gewicht reduzieren, wenn er Schinken und Eier zum Frühstück isst, den Kaffee mit Sahne trinkt oder auch seinen Salat mit Mayonnaise zubereitet. Gefüllte Seezungen, Fisch in Buttersauce, Rouladen – all das, was bei anderen Diäten in die Kategorie „Todsünde“ fällt, ist bei der Ernährungsumstellung nach Atkins erlaubt. Und auch wenn tatsächlich „zu viele Kalorien konsumiert werden“ und das „fette Essen“ sicher ungesund ist, stellen Mediziner immer wieder fest, dass der Cholesterinspiegel der Personen, die sich an die Atkins Diät halten, deutlich zurückgeht. 

Auch die Triglyzerid-Werte fahren in den Keller. Eine sehr gute und positive Entwicklung. Denn erhöhte Trigyzerid-Werte erhöhen etwa das Risiko von Arteriosklerosen oder auch die Thrombosen-Bildung. So sorgt die Diät nicht nur für den gewünschten Gewichtsverlust, sondern fördert auch die Gesundheit.

Die 4 Phasen

Doch wie funktioniert die Atkins Diät im Detail? Dr. Atkins hat sich jahrelang mit dieser besonderen Ernährungsumstellung befasst und ist zu der Erkenntnis gekommen, ein Modell, basierend auf 4 Stufen, zu erstellen. Dabei wird vor allem der Kohlenhydrate-Konsum in der ersten Phase enorm eingeschränkt. Jedoch erhöht sich der Konsum der Kohlenhydrate mit den weiteren Phasen. Der Vorteil der 4 Phasen besteht darin, dass ein individueller Diätplan erstellt werden kann, der vor allem die persönlichen Ziele in den Vordergrund stellt.
Phase 1
Der Konsum von Kohlenhydrate wird – pro Tag – auf maximal 20 Gramm reduziert. Der Körper wird gezwungen, dass er auf seine Fettreserven zurückgreift, damit genügend Energie produziert werden kann. Durch diesen Vorgang beginnt die Ketose. Die Einführungsphase dauert im Regelfall 14 Tage. Anstelle von Kohlenhydraten werden vorwiegend Proteine und „gute Fett“ konsumiert; Gemüse darf, mit Maß und Ziel, ebenfalls gegessen werden. In dieser Phase verliert der Körper sehr schnell Gewicht. Mittels sogenannter Ketosticks kann auch selbst überprüft werden, ob man sich bereits in der Ketose befindet. Das bedeutet, dass der Körper bereits auf seine Fettreserven zurückgreift und somit der Effekt der Gewichtsreduktion eingetreten ist. Im Rahmen jener Phase empfiehlt Dr. Atkins, dass man bestimmte Nahrungsergänzungen zu sich nimmt. So kann ein etwaiger Vitamin-, Ballaststoff- oder auch Mineralienmangel vorgebeugt werden.
Phase 2
In der ersten Woche wird die Menge der Kohlenhydrate um 5 Gramm pro Tag gesteigert. Pro weitere Woche folgen abermals 5 Gramm; dieser Prozess wird solange fortgesetzt, solange Gewicht verloren wird. Mit diesem Vorgang nähert sich der Mensch der sogenannten „kritischen Kohlenhydrat-Menge“. Verliert der Mensch kein Gewicht mehr, hat er die Grenze überschritten und muss die Menge wieder reduzieren. Die zweite Phase dauert zwischen 2 bzw. 8 Wochen; auch hier gilt, dass Nahrungsergänzungsmittel konsumiert werden sollten, damit etwaige Mangelerscheinungen gar nicht erst auftreten können.
Phase 3
Die dritte Phase ist eine Art Vorbereitung auf die vierte und gleichzeitig letzte Phase der Diät nach Atkins. Die tägliche Menge an Kohlenhydraten wird wöchentlich um 10 Gramm erhöht. Der Mensch verliert jetzt nur noch langsam Gewicht; pro Woche rund einen halben Kilogramm. Die dritte Phase weist geringere Regeln auf, da hier durchaus auch Experimente durchgeführt werden können, welche Speisen der Mensch verträgt und welche nicht. Mittels Kohlenhydrat-Tabelle kann so selbst getestet werden, welche Mahlzeiten den Gewichtsverlust behindern und welche keinen Einfluss haben. Das Ziel jener Phase besteht darin, dass ein optimaler und individueller Ernährungsplan gefunden wird.
Phase 4
Die letzte Phase beginnt, wenn der Mensch sein Ziel- bzw. Wunschgewicht erreicht hat. Nun gilt, dass das erreichte Gewicht gehalten wird. Denn wer sein Wunschgewicht sein gesamtes Leben lang halten möchte, muss nicht nur die körperlichen, sondern auch mentalen Herausforderungen überstehen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass in jener Zeit auch dann ein kühler Kopf bewahrt wird, wenn es gerade stressig zugeht.
Der Mensch weiß, wie viel und vor allem welche Kohlenhydrate er konsumieren kann bzw. welche Lebensmittel seinen Stoffwechsel nicht negativ beeinflussen.

Was sind kohlenhydratarme Lebensmittel?

2 Gramm Kohlenhydrate pro 100 Gramm
  • Artischocken
  • Papaya
  • Butter
  • Garnelen
  • Shrimps
  • Lachs
  • Makrelen
  • Scholle
  • Fleischwurst
  • Bratwurst
  • Rindfleisch
  • Salami
  • Kopfsalat
  • Zucchini
5 Gramm Kohlenhydrate pro 100 Gramm
  • Brokkoli
  • Spinat
  • Himbeeren/Brombeeren
  • Buttermilch
  • Joghurt
  • Vollmilch mit 3,5% Fett
  • Hühnerleber
  • Schweineleber
  • Rinderzunge
  • Mayonnaise mit 40% Fett
10 Gramm Kohlenhydrate pro 100 Gramm
  • Grünkohl
  • Zwiebeln
  • Erdbeeren
  • Melonen
  • Sülze
  • Rinderleber
  • Heidelbeere
  • Sellerie
  • Kürbis
  • Kiwi
Das Fazit
Kohlenhydrate sind und bleiben die Hauptnahrungsquelle des Körpers, damit dieser Energie gewinnt. Kohlenhydrate werden nicht nur über das Essen, sondern auch über das Trinken aufgenommen. Bekommt der Körper Kohlenhydrate geliefert, verbrennt er zuerst die „neuen Kohlenhydrate“; das gespeicherte Fett bleibt bestehen und wird nicht „angerührt“. Ein Problem, das dafür sorgt, dass der Mensch übergewichtig wird. Wer sich an die Diät nach Aktins hält, wird aber feststellen, dass der Verzicht von Kohlenhydraten einerseits nicht „schlimm“ ist und andererseits dafür sorgt, dass man problemlos Gewicht verlieren kann.

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