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Tuesday, 18 June 2019

Eisenmangel – Was er bewirkt, und wie man ihn bekämpft


Eisenmangel – Was er bewirkt, und wie man ihn bekämpft




„Iss deinen Spinat, damit du groß und stark wirst“, gab uns schon in unserer Kindheit die Mutter mit auf den Weg. So manch ein Kindheitsdrama nahm seinen Lauf, weil irgendjemand uns das, unter Kindern eher umstrittene, grüne Gemüse schmackhaft machen wollte. Kein Wunder: Laut einer (inzwischen widerlegten) Aussage eines vermeintlich seriösen Wissenschaftlers ist Spinat das Lebensmittel mit dem höchsten Eisengehalt weit und breit.
Also alles nur Panikmache? Fakt ist, dass einige Schätzungen davon ausgehen, dass ca. 30 Prozent aller Menschen weltweit unter einem Mangel an Eisen leiden. Damit ist natürlich nicht gemeint, dass das Metall an sich in großen Mengen im Körper vorhanden sein muss, um gute Gesundheit zu garantieren: Die Rede ist vielmehr von Mengen im Mikrogrammbereich. Diese müssen allerdings regelmäßig mit der Nahrung eingenommen werden, sonst drohen Ausfallerscheinungen wie eine schlechte Sauerstoffversorgung der Zellen, eine permanente, bleierne Müdigkeit, Konzentrationsschwächen, eine auffällige Blässe in Gesicht und Extremitäten, und eine allgemeine Schwächung des Immunsystems.

Besser vorsorgen: Wie Eisenmangel sich schleichend entwickeln kann.

Dies ist jedoch nur dann der Fall, wenn der Eisenmangel bereits über einen längeren Zeitraum hinaus vorhanden ist. Bereits in der Vorstufe zur Erkrankung gibt es jedoch einige andere Warnzeichen, die darauf hindeuten können, dass dem Körper etwas wichtiges fehlt: Das können z.B. spröde Nägel an Händen und Füßen, trockene Haut, vor allem in den Mundwinkeln, wo sich leicht Risse zeigen können,  sowohl verdächtige Änderungen der Schleimhäute und ein unangenehmes Brennen auf der Zunge.
Ganz besonders wichtig ist die Versorgung mit Eisen in der Schwangerschaft und Stillzeit, während starker Regelblutungen, und auch bei einer vegetarischen oder gar veganen Ernährung. Schnell kann hier ein starker Verlust an Eisen auftreten, der dann möglichst schnell wieder kompensiert werden sollte, beispielsweise durch besonders eisenhaltige Nahrung wie z.B. Pistazien, Vollkornprodukte oder Hülsenfrüchte wie beispielsweise weiße Bohnen oder Linsen.

Der Wirkmechanismus von Eisen

Wozu genau braucht der Körper denn genau Eisen? Den Transport von Sauerstoff zu den Zellen des menschlichen Körpers haben wir ja bereits angesprochen, aber es lohnt definitiv, hier noch einmal genauer auf den eigentlichen Wirkmechanismus einzugehen. Schließlich weiß ja nicht, jeder, wie der Transfer des wichtigen Gases im Körper genau stattfindet.
Denken Sie einmal an Ihr Blut. Welche Farbe hat es? Rot, nicht wahr? Das liegt am sogenannten Hämoglobin, einem großen, ringförmig aufgebauten Molekül, in dessen Mitte sich Eisen befindet. Man spricht hier auch vom „Sauerstofftransporter“ des Blutes: Hämoglobin bindet es beim Einatmen, und gibt es beim Kontakt mit dem Gewebe wieder ab. Dabei arbeitet der Körper mit ausgeklügelten Recyclingtechniken daran, möglichst große Mengen an Eisen systematisch wiederzuverwenden, sodass eine massive Zufuhr eigentlich nicht zwingend nötig ist. Besonders bei Blutverlust (siehe den oben erwähnten Regelblutungen) gerät dieser Mechanismus allerdings aus dem Gleichgewicht, also auch nach Operationen oder bei Verwundungen, ganz besonders Blutspender sind ebenfalls von diesem Phänomen betroffen.

Fazit: Regelmäßig Gemüse und Hülsenfrüchte einnehmen reicht meistens aus

Zusammenfassend können wir festhalten, dass es absolut nicht schaden kann, regelmäßig gesunde Nahrungsmittel einzunehmen – wenn es gar nicht anders geht, kann man jedoch auch auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen. Und wer viel Sport treibt, der wird eine zu geringe Eisenzufuhr wahrscheinlich relativ schnell bemerken, wenn er genau darauf achtet. Es gilt also, eine ausreichende Versorgung sicherzustellen.


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