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Tuesday, 18 June 2019

Gesunde Rezepte: Was ist das überhaupt?




Gesunde Rezepte





„Iss gesund!“, sagte uns bereits unsere Mutter, wenn wir auf Klassenfahrt fuhren und sie Angst davor hatte, dass wir alle uns im wohlverdienten Urlaub mit Junkfood, Chips, Cola, Fertigpizza und Döner von Imbiss um die Ecke versorgen würden. Wo bleib denn da die guten, gesunde Ernährung, die Zuhause jeden Abend auf dem Teller lag, und für die sich unsere Eltern soviel Zeit und Mühe gaben? Voller Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sollte die Mahlzeit sein, gekocht auf Basis eines gut durchdachten, gesunden Rezeptes. Immer nur das beste für die Kinder, das war die Devise.
Aber was ist das überhaupt, ein gesundes Rezept? Stimmt es wirklich, dass hausgemachte Speisen grundsätzlich gesünder sind als Fastfood, Dosengemüse und Tiefkühlfisch, der nur noch aufgebacken oder in der Mikrowelle erhitzt werden muss, um bekömmlich zu werden? Diesen Mythen wollen wir uns heute nähern und ihnen ein wenig auf den Zahn fühlen.

Nicht immer gesünder: Frische Zutaten

Ein wichtiger Bestandteil gesunder Rezepte ist laut Ansicht vieler Hobbyköche, dass die Zutaten frisch hergestellt sind und am besten gleich vom Markt kommen. Angeblich, so geht das Gerücht, halten sich so die Nährstoffe in Obst und Gemüse länger haltbar, und es kommt viel mehr vom wichtigen Stoff beim Kind an als bei fertig gekauften, lange eingelagerten Zutaten. Das ist aber nicht immer der Fall: Tiefkühlgemüse z.B. ist dafür bekannt, deutlich mehr Vitamine zu enthalten als die vermeintlich gesünderen, ausgelegten Waren im Supermarkt. Das liegt daran, dass beim Transport, der Lagerung unter Zufuhr frischer Luft und sonstigen Prozessen viel mehr Zeit vorhanden ist, um einen Rückgang der Konzentration solcher Stoffe erwarten zu können.
Ganz anders die Tiefkühlware: Direkt vom Feld in die Fabrik geliefert und eingefroren, bleibt sie genauso erhalten wie in den ersten Stunden nach der Ernte. Ein wichtiger Unterschied ist allerdings, dass beim Aufwärmen der Geschmack oft sehr zu wünschen übrig lässt: Matschig, wässrig, irgendwie unangenehm sind beispielsweise Pilze, die in luftdichten Dosen verkauft werden.

Fettgehalt: Ist wenig Fett wirklich zwingend etwas Gutes?

Ganz groß wird auch meist der geringe Fettanteil bestimmter „gesunder“ Rezepte in entsprechenden Kochbüchern hervorgehoben. Dabei wird oftmals vergessen, dass Fett ein wichtiger Geschmacksträger ist, ohne denn viele Speisen einfach nur fade und langweilig schmecken. Wer möchte schon so etwas auf seinem Teller sehen? Daher können wir nur empfehlen, hier nicht allzu sehr irgendwelchen Dogmen zu folgen, die im Fernsehen oder gängigen Gesundheitsmagazinen gehyped werden. So manch ein Ernährungstipp musste im Nachhinein wieder revidiert werden, oder wird in aktuellen Ratgebern sogar komplett ins Gegenteil verkehrt.

Ganz wichtig: Den Spaß nicht vergessen!

Wer immer nur auf gesunde Rezepte achtet und dabei völlig vergisst, dass Essen zu einen der größten Freuden und Lustbringer im Leben gehört, der riskiert schnell, ein gestörtes Verhältnis zu seiner Nahrung zu entwickeln. Deshalb: Lassen Sie sich nicht verrückt machen! Gutes Essen erkennen die meisten Menschen rasch am Geschmack, und einige Pfunde zuviel mögen zwar nicht dem aktuellen Trend entsprechen, aber wirklich dramatisch sind sie auch nun wieder nicht.
Genug Obst und Gemüse für die Vitaminversorgung, hochwertige Zutaten, guter Geschmack und angemessene Würzung: Das macht unserer Ansicht nach ein gesundes Rezept aus, nicht mehr und nicht weniger. Und bei all der Sorge um die werte Gesundheit: Den Genuss nicht vergessen!


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